Montag, 27. Juli 2026

Baldrian

Baldrian soll ja eine beruhigende und schlaffördernde Wirkung haben. Bei manchen sogar stimmungsaufhellend. Da ich zurzeit Gedankenkreisen wieder verstärkt Abends vor dem Einschlafen habe, versuche ich es erneut und berichte hier.

Bei Baldrian ist zu beachten, dass es kein schnelles Schlafmittel ist und sich die Wirkung allmählich aufbaut bis sie nach mehreren Wochen ihren Höhepunkt erreicht. Das ist die Wirkstoffsensibilisierung im Vergleich zu Wirkstofftoleranz die man sonst von synthetischen Schlafmitteln kennt, die zwar sofort und schnell wirken aber dann immer schlechter sodass man immer mehr benötigt und mehr Nebenwirkungen hat.

Baldrian soll laut diesem Bericht vom Forum Land der Träume (ich liebe dieses Forum aber leider sind die goldenen Zeiten dieses Forums wohl vorbei :( ) auch Entzugserscheinungen haben können und Nebenwirkungen. Pflanzlich bedeutet nicht ohne Nebenwirkungen!

Meine Erfahrungen mit Baldrian bisher

Ich hatte Baldrian auch schon genommen und auch schon länger aber das war zu einer Zeit wo ich literweise Kaffee gesoffen habe um meine Antriebslosigkeit zu bekämpfen.

Damals hat es mir wirklich beim Einschlafen geholfen aber nicht beim Durchschlafen.
Am Tag hat es mich müde gemacht und wenn ich es Abends nahm habe ich teilweise einen leichten Hangover gehabt und kam nicht so gut aus dem Bett. Weiß aber nicht ob das auch an meinem exzessiven Kaffeekonsum zu der Zeit lag.

Entzugserscheinungen hatte ich keine.

Meine Erfahrungen ab dem 26.07.2026





Habe die 150mg Baldrianextrakttabletten von der Eigenmarke von DM. Da soll man pro Dosis 3 Stück nehmen also insgesamt 450mg. Maximal 4x3 Tabletten am Tag. Es gibt auf welche von Ratiopharm die sind größer da hat man direkt 450mg in einer und muss nur eine nehmen. Vielleicht steige ich noch auf die um wenn ich dabei bleibe.

Mein Versuch


26.07.2026: Ich nehme vor dem Schlafen eine Dosis (450mg). Fühle mich leicht müder und kann ganz gut einschlafen. Gedankenkarussell hält sich in Grenzen. Schlafen konnte ich vorher aber auch ganz gut nur das Einschlafen war durch die negativen Gedanken nicht so leicht und es macht mich auch fertig

Schokolade hilft! :D

Was mir durch die Zeiten mit Depression und Antriebslosigkeit wirklich hilft ist viel dunkle Schokolade also 70% und mehr oder reiner Kakao (Backkakao) und keine Kabaplürre.

Wirkung

Es hat bei mir wirklich eine gewisse stimmungsaufhellende Wirkung und macht mich auch angenehm fit. Nicht so wie Kaffee, der einen zwar auch fit macht aber teilweise mit unangenehmen Nebenwirkungen und ohne diese angenehm stimmungsaufhellende und antriebssteigernde Wirkung.

Vielleicht ist es Placebo kann sein aber es könnte auch das Theobromin sein, welches ja mit Koffein verwandt ist und stimmungsaufhellende Wirkung haben soll?

Nebenwirkungen

Einzig wenn man es übertreibt kann man Herzrasen bekommen und die Wirkung von Theobromin hält doppelt so lang wie Koffein also auch nicht zu sehr übertreiben. Zudem spüre ich bei großen Mengen eine innere Unruhe die subtiler ist als bei Koffein.

Woran ich immer denken muss ist ein Erfahrungsbericht aus dem Forum Land der Träume, wo einer auf Schokolade sehr abgeht. Vielleicht ist da ja was dran also ich finde es hat eine nice Wirkung aber man bildet irgendwann eine Toleranz raus und dann hat man das selbe Problem wie bei Koffein. Aber ansonsten kommt Kakao ganz gut :)

2016 - Der Absturz

Ende der 11. Klasse

Ich merkte wie es mir immer schlechter ging, auch die Noten waren dementsprechend und wusste gar nicht warum ich mir das "antue". Antrieb war gefühlt 0. Ich schaffte es mit vielen Fehlzeiten bis zu den Sommerferien.

Sommerferien

Ich kann mich nur vage dran erinnern wie genau es anfing. Ich weiß nur das meine Familie in Urlaub fuhr und ich nicht mitkam. Meine Schwester blieb auch zuhause. 
Eines Abends ging es mir sehr schlecht und irgendwie war das der Auslöser. Ich weiß nicht warum, aber ab dem Moment blieb dieses Unwohlsein. Und ich hatte Angst zu Essen und zu Trinken, weil es dann ja noch schlimmer werden könnte. Das waren die Gedanken die bei mir so im Kopf auftauchten.

Es wurde nicht besser und durch das Wenige essen und Trinken, wurde ich körperlich auch immer schwächer. Ich lag nur noch rum, mir war schlecht und schwindelig wenn ich aufstand. Selbst das Haus verlassen fiel mir schwer. Ich lenkte mich mit dem Internet ab irgendwelche Videos oder Hörspiele.

Ich kann mich noch daran erinnern, dass es mir zu der Zeit so schlecht ging, dass ich nicht mehr alleine in einem Zimmer schlafen konnte und deswegen bei meinen Eltern schlief.

Nach den Sommerferien

Ich kam nicht in die Gänge. Ich ging zu einer Hausärztin die mir Opipramol verschrieb, was mich aber nur benommener machte aber mir nicht half gegen die Ängste und Antriebslosigkeit also setzte ich es selber nach ein paar Tagen wieder ab. 
Meine Hausärztin wurde wütend und meinte ich hätte es gar nicht richtig versucht und schmiss mich raus.

Das einzige "Glück" was ich hatte war, dass ich in meinem Bundesland mit 11 Schuljahren die Schulpflicht erfüllt hatte. das hieß, dass zumindest mir die Schule durch mein Fehlen nicht aufs Dach steigen konnte.

Ich kann mich an vieles irgendwie nicht richtig mehr erinnern aber die Schule setzte mein Jahr aus und bot mir an nochmal zu wiederholen, aber ich hatte andere Sorgen als das. Keine Ahnung ob ich noch Atteste oder sowas hatte, ich weiß es nicht mehr.

Ich wog noch ca. 40 kg auf 181cm vorher war ich eher leicht Übergewichtig gewesen. Meine Eltern fuhren mich in eine Aufnahme aber dort sagt man, ich solle es doch ambulant versuchen. Wie schlecht muss es einen gehen um aufgenommen zu werden? Ohne irgendwas wird man da einfach weggeschickt, es scheint denen einfach egal zu sein.

Das einzige was mich gerettet hat war dann die Pflege meiner Eltern und wir versuchten einen Therapeuten zu finden. Bei der Krankenkassenvermittlung zog man über Medikamente her und empfahl lieber eine Psychotherapie. Wo ich heute sagen kann, dass das ein Fehler war und Medikamente wahrscheinlich für mich der bessere Weg gewesen wären.

Danke fürs Lesen

Cheers!

Sonntag, 26. Juli 2026

2014 - 2015 - Es wäre zu schön gewesen

 Anfang 2014

Es stand die Realschulprüfungen an. Für mich sogar 2 Mal. Weil es nicht fest stand ob ich überhaupt versetzt werde, musste ich einmal die für das Gymnasium machen und einmal für die Realschule.

An sich hatte ich mich wieder gut eingekriegt. Die Angst und Antriebslosigkeit hatte ich einigermaßen im Griff.

Geholfen hat mir auch meine Fantasie und Ablenkung wie schon als Kind: Creepypastas waren ein Ding, gezockt, Lets Plays (PietSmiet war damals noch so witzig mit Hardi, leider inzwischen wird da auch nur noch das Geld gezählt) geschaut. Zu dem Zeitpunkt habe ich die Brony Community entdeckt, was ich zuerst schräg aber dann irgendwie auch cool fand. Der  würde ich mich bis heute zuordnen. Davor war ich schon auf Sonic Comics gestoßen die ich cool fand. Auch wenn das andere Bronies nicht gerne sehen diese Verbindung aber ich kam daher. Und dann ist der Weg auch nicht weit hin zur Brony und Furry Community lol.

Wenn ich so darüber nachdenke habe ich sowieso lieber fiktive Charaktere gemocht als echte Schauspieler. Die haben bei mir nie so die Freude ausgelöst wie fiktive Charaktere. Vielleicht weil da die Welten nicht so von den Zwängen belegt sind wie die echte Welt es nun mal ist.

Meine Lateinlehrerin wollte meiner Versetzung damals den Todesstoß versetzen. Sie gab mir auf dem Halbjahreszeugnis eine glatte 6. Das wärs gewesen für mich. Ich beschwerte mich, da ich mitmachte soweit es ging und nie schwänzte. Es gab andere wo selbst den Lehrern bekannt war, dass diese gerne mal fehlten die auch noch ihre 5 bekamen. Eine 5- mündlich reichte mir aber selbst das wollte sie mir anscheinend nicht gönnen. Nach einem hin und her und dank dem Einsatz meiner Klassenlehrerin bekam ich meine 5-.

Meine Klassenlehrerin die auch meine Mathelehrerin war rettete mir komplett die Versetzung. Sie gab mir in Mathe eine 4 oder sogar 3, ich weiß es nicht mehr genau, aber dadurch wurde meine Versetzung möglich.

Ich weiß nicht ob ich jemals dafür richtig bedankt habe aber hier tue ich es nochmal.

Frau Kück sie waren eine tolle Klassenlehrerin und Lehrerin und ich danke ihnen für alles. Sie hat auch einen eigenen Youtube-Kanal mit Mathevideos. Den verlinke ich hier

Es lag eher an meiner Antriebslosigkeit, den Flausen und Mathescheu, dass sie bei mir auf Granit gestoßen ist.

Leider zog in der Zeit zum Ende der 10. Klasse ein guter Freund aus der Gruppe weg. So blieben noch 2 andere. 

Aber 1 von den 2 redete hinter meinem Rücken schlecht von mir bezeichnete mich als langweilig etc.. Dabei würde ich ihn gerne daran erinnern, dass ich derjenige war damals als wir eine Tischtennisphase hatten, wo wir das fast jede Pause gespielt haben, ihn mitspielen zu lassen und Teil unserer Gruppe zu werden. Der Freund der jetzt wegzog, warnte mich ihn besser nicht Teil unserer Gruppe werden zu lassen aber auf mich wirkte er nett und locker.
Hätte ich mal auf ihn gehört. Er zog jetzt weg und ich war ihm ausgeliefert. Zwar war noch 1 weiterer in der Gruppe aber der war eher zurückhaltend und sprang mir auch nicht wirklich zur Seite.

Aber ich war auch so eine Pfeife und schäme mich dafür, dass der Freund der wegzog von der Klasse schlecht behandelt wurde und ich nicht für ihn da war oder ihn nicht verteidigt habe aus Angst selber ins Fadenkreuz zu geraten. Sry, Bro!

Schlechte Aussichten also für die 11. Klasse. Wir vertrugen uns zwar einigermaßen aber das Verhältnis war eher angespannt, weil der besagte Freund immer mehr auf Möchtegerngangster und Macho tat, was mich eher abstieß.

Oberstufe 11. Klasse

Klassen gibt es in der Oberstufe nicht mehr. Dieser Zusammenhalt und Spaß war irgendwie weg seit der eine Freund weggezogen war. 
Also ging es wieder los: Die Motivation war schlecht, die Noten sowieso. Ich ging zur Schule ohne Ziel und ohne große Hoffnung das Abitur zu schaffen. Die Fehltage häuften sich zunehmend aber nicht so, dass ich wochenlang ausfiel wie in der 9ten Klasse.

Das war es bis hier. Danke fürs Lesen :)

Cheers!


2013 - Neuer Anfang, neues Glück?

So war es nun der Anfang der 10. Klasse.

Es sah meist so aus: Morgens musste ich mich zur Schule quälen und die erste Stunde war immer schlimm.

Was mich wirklich gerettet hat war das freie Arbeiten wo man auch unbemerkt rausgehen konnte und nicht so ein Druck da war und zum Zweiten war es die Klasse. Ich empfand sie als angenehm. Die eher unangenehmen Leute waren in der Nachbarklasse. 

Meine Gruppe mit den 3 anderen machte viel Blödsinn, es war schön. Zwar nicht für die Leistungen in der Schule aber so kam ich durch sonst hätte ich es nicht gepackt durch die Ängste und die Antriebslosigkeit. das war das Einzige was mich bei der Stange hielt.

Ich habe deswegen eher gute Erinnerungen trotz der Beschwerden die ich da schon massiv hatte aber ich fühlte mich zugehörig und ich hatte wieder einen Alltag. Kein Rumliegen den ganzen Tag und Angst haben, dass die Schule einem aufs Dach steigt.

Ende für diesen Teil :) Danke fürs Lesen

Cheers!

Anfang 2013 - Anfang der Odyssee

Angst

Es war also im 2. Schulhalbjahr der 9. Klasse. Noten im Keller, kein Plan von der Zukunft, der erste Abschluss steht an und null Bock und Motivation mehr zur Schule zu gehen.

Ich weiß nicht ob es im April oder Mai 2013 war als es begann. Mir war morgens immer schlecht und hatte eine Angst vor der Schule, dass es mir schlecht gehen könnte, mich übergeben würde oder ich da gefangen bin und nicht schnell da weg komme. Ich schaffte es einfach nicht mehr zur Schule. Lange Zeit hat mich eine Kinderärztin Krank geschrieben: Mal hatte ich Magen-Darm oder Pfeiffersches Drüsenfieber, wo ich glaube, dass ich das nie hatte aber Hauptsache die Krankschreibung in der Tasche.

Das zog sich hin bis die Ärztin verständlicherweise meinte, dass sie mich langsam nicht mehr Krankschreiben kann. Die Schule machte auch Druck, weil ich schon wochenlang fehlte. Man drohte mit Zwangsmaßnahmen.

Mit den letzten Attesten überbrückte ich die Zeit bis zu einem Termin mit einem Psychotherapeuten. Es wurden einige Tests gemacht IQ und so. Alles unauffällig. Dann kam endlich wo der Druck schon groß war von der Schule das richtige Gespräch mit dem Therapeuten.

Ergebnis: Sie sind einfach ein Schulschwänzer scheren sie sich zur Schule.

Das saß. War ein Schock für mich und damit hatte ich nicht gerechnet. Wenn ich einfach hätte Schwänzen wollen hätte ich es geschickter angestellt. Ein paar Tage hingehen, dann wieder zu Hause bleiben. Damit wäre ich deutlich länger ohne Probleme durchgekommen als wenn man wochenlang am Stück fehlt.

Das einzige "Glück" war, dass es nur noch 1,5 Wochen zu den Sommerferien waren und die letzte komplette Woche eine "Selbstlernwoche" war. Also entspannt wo man nicht so unter Druck und Beobachtung ist. Habe mich da aber auch ganz schön gequält aber durchgezogen.

Dann am Montag Sportfest: Auch easy, kein Druck oder irgendwas. 

Dienstag: Klasse aufräumen

Mittwoch: Zeugnisse, Abschluss, fertig

So habe ich es überstanden aber leider keine adäquate psychische Betreuung. Und auch keine Lust auf eine erneute solche "Behandlung".

Ich sagte mir Sommerferien genießen und die 10. Klasse auf mich zukommen lassen. Es kommt wie es kommt. Hinzu kam das unsere 3 Klassen zu 2 Klassen zusammengelegt wurden, was das ganze noch zusätzlich spannend machte.

Das ist der erste Teil von 2013. Danke fürs Lesen :)

Cheers!


Gymnasium - 2009 - 2012

 Puh, was gibt es hier zu sagen?

Gymnasiumszeit - 5. Klasse

Mit großer Freude eigentlich gestartet neue Freunde kennenzulernen und erfolgreich Abitur zu machen auch wenn ich nie wirklich wusste was ich werden wollte. Also in der Grundschule wollte ich immer Soldat werden, weil ich immer gerne Soldat gespielt habe und es da noch diese kleinen grünen Plastiksoldaten gab. Aber als Kind wusste man noch nicht viel über die grausame Realität des Krieges und war politisch ungebildet.

Das mit Freunde finden war eher schwierig irgendwie kam ich nicht in eine Gruppe rein und hing eher mit den anderen Außenseitern ab oder spielte einfach mit Fußball wo man froh war, dass jemand Torwart sein wollte. 

Ich war gerne Torwart und hatte auch mal eine sehr starke Fußballphase wo ich auch im Verein spielen wollte, aber die Realität sah in dem Verein wo ich war so aus, dass dort zwei "Trainer" waren die am Rand Bier getrunken haben und das war dann das Training also habe ich es aufgeben.

Wollte es auch mal mit Eishockey probieren, weil ich den Sport auch sehr spannend fand aber der beinhaltete lange Anfahrten und teure Ausrüstung da in Deutschland Eishockey eine Randsportart ist.

Mein letzter Versuch war dann Handballtorwart oder auch als Feldspieler aber als mich mein Vater mal zu einem Probetraining fuhr schlief er im sitzen auf der Bank ein und schnarchte mit offenen Mund. Das war mir so peinlich, dass ich mich nicht getraut habe wiederzukommen und das Probetraining vorzeitig verließ.

Versetzung - 6. Klasse

Ich kann mich erinnern, dass meine Noten wieder einen Knick nach unten machten. Auch wegen der zweiten Fremdsprache (fucking Latein). Ich bin einfach kein Sprachenmensch. Aber das Schulgesetz wurde zu dem Zeitpunkt so geändert, dass wenn man die Versetzung aus der Beobachtungsstufe in die Mittelstufe also 7. Klasse schafft man weder sitzen bleiben noch gekickt werden kann. Keine Ahnung warum aber es war meine "Chance". Nur die 6. Klasse noch überstehen und dann bin ich erstmal fest im Sattel für die nächsten Jahre bis zur 10. Klasse also Realschule. 
Im Nachhinein war es schon blöde und es wäre wahrscheinlich besser gewesen auf eine Realschule zu wechseln aber hatte Angst vor den Leuten da (hielt die für ziemliche Assis, was sich später aber anders rausstellte) und zu enttäuschen, dass ich auf dem Gymnasium versagt habe.
Versetzung habe ich schlussendlich mit hängen und würgen geschafft.

Pubertät geht hart - 7. - Anfang 9. Klasse

Ich kann mich noch erinnern, dass ich irgendwann angefangen habe komplett drauf zu scheißen. So ab der 7. Klasse. Wollte der Klassenclown und "cool" sein. Vielleicht lag es auch ein Stück weit an der Pubertät. Schule war nur noch Nebensache habe es irgendwie durchgezogen, meine schlechten Noten kassiert außer in PGW und Geschichte und so meiner Pflicht nachgekommen. 

Schule fühlte sich mehr und mehr wie ein Gefängnis an. Ich blickte häufig wenn an einem langen Schultag die Nachmittagssonne unterging nach draußen sah die durch das Herbstlaub erstrahlenden Blätter im Wind wogen. Der Lehrer ermahnt mich aufzupassen und nicht zu Träumen.

Ich glaube da fing es an, dass ich mich fremd fühlte und nach dem Sinn und Weg fragte. 

8. Klasse war glaube ich wo ich endlich eine feste Gruppe fand aus 3 weiteren Leuten mit den ich abhängen konnte und richtig mal Reden konnte. Ein gutes Gefühl auch wenn man in der Freizeit nicht viel machte oder ich auch wie in der Grundschule nicht wusste was. War ein typischer Nerd der ungesund lebte und vor dem PC abhing und zockte. Einer aus der Gruppe war genauso, er war mir besonders ans Herz gewachsen mit ihm konnte ich über alles Reden. 

Anfang 9. Klasse wurde es immer offensichtlicher wie grottig ich in der Schule war und wie wenig Lust ich noch hatte mir jeden Tag die schlechten Noten abzuholen. Ich war so abgehängt vor allem in Mathe und Latein. Hätten da auch chinesisch reden können wäre egal gewesen. Ich fühlte mich irgendwie Lost und träumte davon nicht mehr zur Schule zu müssen wo ich sehr ungern war.

So das wär`s bis hierhin. Danke fürs Lesen :)

Cheers!


1997 - 2009 - Die Anfänge

Die jungen Jahre 1997 - 2004

Geboren bin ich 1997. Aufgezogen von meiner Mutter bis zur Vorschule. Mein Vater hat gearbeitet und das Geld nach Hause gebracht. Alles in einem eigenen Haus also klassische Mittelschicht. 7 Geschwister, also immer was los und nie einsam. Mit Vor- und Nachteilen aber an sich habe ich keine sehr negativen Erfahrungen gehabt. Außer das wir geschlagen wurden, bei mir war es einmal, zwar unbeabsichtigt, so, dass ich davon ein blaues Auge hatte weil man mich mit einem Geschirrtuch so am Auge getroffen hat. Ich denke aber wo gibt es die perfekte Vorzeigefamilie wo es alles gibt. Einen Vergleich direkt habe ich aber nicht, aber was man so hört kracht es woanders auch ziemlich. 

Meine Mutter war eher kalt aber ich denke nicht absichtlich, sondern sie war einfach so und hat selber psychische Probleme aus ihrer Kindheit, die sie aber lieber verdrängt. Ich glaube sie ist selber kalt aufgewachsen und fühlt sich einsam. Sie hat aber mit ihren Fähigkeiten das Beste gegeben. Ich hatte immer das Gefühl, dass sie traurig war und mit ihrem Leben nicht zufrieden.

Mein Vater hat gearbeitet und kam nach Hause und hatte an Arbeitstagen nicht mehr viel Kraft und Lust etwas zu unternehmen mit uns Kindern. Vielleicht mal in den Ferien oder am Wochenende. Deswegen war das Verhältnis nicht so eng wie mit meiner Mutter. Mein Vater ist ein Mann der Extreme. Entweder extrem nett und Hilfsbereit oder extrem Jähzornig.

Es wird ja oft behauptet, dass Kinder die selbst geschlagen wurden, zu Gewalt neigen und dies auch tun aber ich sollte ich mal Kinder haben weiß wie schlimm das ist und das würde ich niemanden anders antun wollen. Ich will es besser machen.

Vieles habe ich verdrängt oder kann ich mich auch gar nicht mehr so erinnern, ist vielleicht auch besser so? Außer wie ich immer zu Grundschule mitmusste um meine Geschwister mit abzuholen und um 13:15 gab es Pokémon und die Grundschule ging bis 13:00 Uhr. Da wurde dann nach Hause gerast :D

Ich hatte als kleines Kind auch sehr starke Wutausbrüche und bin schnell aus der Haut gefahren, das weiß ich noch. Das ist zum Glück heutzutage nicht mehr so :) Über die Jahre ist es irgendwie verschwunden. Keine Ahnung warum und wie. Vielleicht durch den Kontakt mit anderen Kindern?

Schlechte Erinnerungen habe ich an die Schulärztin die die Schulfähigkeit geprüft hatte. War sehr unfreundlich. Besonders in Erinnerung ist mir geblieben, wie ich mich bis auf die Unterhose ausziehen musste und Auf- und Ab hüpfen sollte um eine Psychomotorik zu prüfen? Ich empfand es als beschämend und frage mich ob das wirklich nötig war.

Grundschule 2004 - 2009

Vorschule 
war teilweise schwierig für mich da ich vorher keinen großen Kontakt mit gleichaltrigen gehabt habe und die Strukturen mir Schwierigkeiten bereiten. Wutanfälle hatte ich da auch noch aber nicht gegenüber anderen Gleichaltrigen sondern eher der Lehrerin.

1 - 3. Klasse 
Lief alles soweit ich mich erinnern kann gut. Hier und da ein paar Probleme mit Lehrern aber nichts dramatisches. Es machte sich vielleicht schon etwas bemerkbar was später mir zum Verhängnis werden sollte. Ich besaß zwar Kontakte in der Schule mit denen ich gut konnte aber außerhalb hatte ich oft kein Interesse etwas mit denen zu unternehmen oder wenn ich da war wurde es schnell langweilig.

Ich hasste die Klassenreisen und das sollte sich nie ändern. Ich hasste es aus meiner gewohnten Umgebung rauszumüssen in die Fremde. Wozu das alles? Das fragte ich mich schon als Kind. War immer ein Zeit totschlagen und hoffen, dass es schnell vorbeigeht.

Ich kann mich erinnern, dass ich damals schon relativ viel Interesse an einem Mädchen hatte. Sie hing viel mit Jungs ab und benahm sich gar nicht wie ein Mädchen sich nach traditionellen Rollenbildern verhält. Spielte Fußball, machte sich dreckig, fuhr Skateboard (hat sich sogar ein Doppelbruch mit Gips zugezogen lol). Wenn es Ausflüge gab sollte man sich einen Partner suchen, den man an die Hand nahm. Ich habe sie immer genommen. Sie hat mich auch damals als einzigen Jungen zu ihrem Geburtstag eingeladen. 
Vielleicht war es Liebe? Kann ich im nachhinein nicht sagen aber ich würde sagen ich habe nie wieder seit dem so jemanden getroffen, den ich so interessant fand aber ich weiß nicht ob das auf Gegenseitigkeit damals beruhte oder sie mich nur als ganz normalen Freund betrachtete. Keine Ahnung wie es mit ihr weiterging, sie ging nach der 4. Klasse auf eine andere Schule und der Kontakt brach ab, wie es mit allen aus der Grundschule passierte. 
Das hängt mir im nachhinein irgendwie nach und frage mich was wäre wenn der Kontakt nicht abgebrochen wäre aber da wusste ich nicht was in der Zukunft noch kommt. Habe gedacht man findet einfach neue Freunde und neue Liebe. 

Ich ging als einziger aufs Gymnasium, wo kein anderer hinging, weil es das war wo schon meine Geschwister hingingen.

Ein weiterer Grund dort hinzugehen bei der besagten Schule war, dass sie auch Leute mit nicht so guten Noten und ohne Gymnasiumsempfehlungen nahmen.

4. Klasse - Erste Anzeichen
Das führt mich zu der 4. Klasse. Ich hatte dort eine Phase wo es mir nicht gut ging, ich würde sagen eine leichte erste Schulangst. Meine Noten die vorher ganz gut waren gingen runter, was den Lehrern auffiel aber ich bekam trotzdem noch die Gymasiumsempfehlung. 

Sonstige Gedanken
Als Kind hatte ich eine sehr ausschweifende Fantasie. Jeder Ast wurde gefühlt zu einem magischen Zauberstab und lebte gefühlt in richtigen Fantasiewelten. Auch bis in die Grundschule hinein. Redete auch lange Zeit noch mit mir selber aber das hörte auch auf, weil ich merkte wie es andere Kinder irritierte.

Abschluss
Abschließend würde ich sagen das meine Kindheit relativ normal verlaufen ist. Nichts wirklich greifbares wo ich sage, dass würde für mich erklären, was alles noch kommen sollte.

Danke fürs Lesen :)

Cheers!




Hallo und über den Blog

Hallo :) 

Warum dieser Blog?

Ich habe mich entschlossen einen Blog zu schreiben auch wenn es etwas altmodisch erscheint.

Habe mich aus Nostalgiegründen erstmal für Blogger entschieden, da WordPress für gefühlt für alles was Spaß macht die Premiumfunktion benötigt. Um mal kostenlos reinzuschnuppern in das ganze reicht das gute alte Blogger noch ;)

Der Blog soll mir dazu dienen als eine Art Tagebuch und seelischer Entlastung alles festzuhalten was mir auf meiner psychischen Odyssee so durch den Kopf rauscht und passiert ist.

Zudem hat mich Stefan Schulz inspiriert, weil er in dem Podcast "Die neuen Zwanziger" (guter Podcast btw) gesagt hat jeder braucht jetzt eine eigene Webseite und das hier ist doch schon mal ein Anfang ;)

Woher der Name?

Der Begriff Snowgrave kommt aus dem Spiel Deltarune, welches mir immer Spaß gemacht hat. Ich bin viele Jahre isoliert und depressiv aber dieses Spiel ist an sich schon so kitschig und niedlich, dass es mir doch gerne ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. In der heutigen Spielehölle (früher war alles besser ;) ) ist das einfach angenehm. Es sollen nach den 5 Kapiteln ja noch 2 folgen.

Diesen Namen habe ich ausgewählt, falls man sich nicht mit Deltarune auskennt, weil der Charakter Noelle, wenn man "böse" Entscheidungen trifft, trotz ihrer guten Art dazu gedrängt wird selbst böses zu tun in einem Spiel wo man fast meint es ist gar nicht darauf ausgelegt den bösen Pfad zu beschreiten. Dieses psychische Phänomen, wenn ich es mal so nennen darf, finde ich interessant. Da ich sehr lange schon isoliert bin kann es auch daran liegen, dass ich mich inzwischen mehr mit Fantasyfiguren identifizieren kann als mit echten Menschen aus Filmen oder so.

Wie weiter?

Ich plane erstmal alles niederzuschreiben und meine Gedanken dazu was bisher passiert ist und es dann als eine Art Online-Tagebuch zu nutzen. 

Ob es einer liest oder einen interessiert? Keine Ahnung aber für mich ist es eine Ablenkung und eine Art Verarbeitung meiner ganzen Gedanken.

Vielen Dank, wenn man es bis hierher geschafft hat :)

Cheers!